Durch die Höhle und zurück

Höhlentour durchs Altmühltal

Höhlentour durchs Altmühltal

Wer die schönsten Ecken des Altmühltals nicht nur wie gewohnt erwandern, sondern zur Abwechslung auch einmal unterwandern möchte, trifft mit dem Mühlenweg, einem Schlaufenweg des Altmühltal-Panoramawegs, die perfekte Wahl. Diese abwechslungsreiche Tour führt den Wanderer über idyllische Steige, aber auch hinein in eine geheimnisvolle Höhle, die unseren Vorfahren einst als Unterschlupf diente.

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Die Tour beginnt

Die Tour beginnt

Los geht’s bei der Altmühlbrücke in Arnsberg, von wo aus wir der Altmühl hinein ins Schambachtal folgen. Der Schambach ist zwar ein kurzer Bach, seine Kraft wurde trotzdem von vielen Mühlen genutzt – mittlerweile sind sie stillgelegt und geben dieser Wandertour ihren Namen.

Anschließend wird es ein wenig steiler und wir erreichen den Einstieg zum Rauchenberger Fels. Immer talwärts wandern wir jetzt an hohen Felswänden vorbei nach Schambach mit der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz aus dem Jahre 1757. Auf unserem weiteren Weg durch das Tal machen wir einen kurzen Abstecher zu einer Biberplattform.

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Weiter bergauf

Weiter bergauf

Weiter geht es bergauf in Richtung Attenzell, bis wir auf den Glockensteig stoßen. Diesem folgend wandern wir durch den Wald und steuern auf die Arndthöhle zu. 80 Stufen geleiten uns hier in die Dunkelheit. Nach diesem Highlight verschlägt es uns auf einen wildromantischen Pfad mit schmalen Holzbrücken, der uns später über den Husarensteig und den Plazottasteig leitet.

Die Arndthöhle

Die Arndthöhle

Etwa 750 Meter nordöstlich von Attenzell führt uns die imposante und frei zugängliche Arndthöhle in den Untergrund. Mit Taschenlampe und gutem Schuhwerk ausgerüstet geht es 30 Meter schräg in die Tiefe. Wasserströme haben sich hier durch das Kalkgestein geschürft und einen gigantischen Raum geschaffen. Schon vor vielen hundert Jahren wurde von tierischen Überresten in der Höhle berichtet. Man schloss daraus jedoch nicht, dass der Ort den Tieren als Unterschlupf diente – vielmehr war die Höhle eine Todesfalle für die Tiere oder es handelte sich um Nahrungsreste des Menschen. Dafür sprechen auch die vielen Tonscherben und Keramikstücke, die man dort fand.

Kleine Weggefährten

Kleine Weggefährten

Mittlerweile wird die Höhle von Fledermausarten wie Mausohr, Langohr und Hufeisennase bewohnt und als Überwinterungsplatz genutzt. Auch die Höhlenspinne und der Nachtfalter haben sich hier einen Lebensraum geschaffen.

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Die lange Geschichte der Region

Die lange Geschichte der Region

Nun erwartet uns ein steiler Anstieg zur majestätischen Burg Kipfenberg. Hier lohnt sich ein Besuch im Römer und Bajuwaren Museum und im Infopoint Limes, die uns von der langen Geschichte der Region berichten.

Burg Kipfenberg

Der Markt Kipfenberg blickt auf eine lange und vor allem lebendige Geschichte zurück: Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort bereits im Jahr 1266 und war aufgrund seiner zentralen Lage – am geografi schen Mittelpunkt Bayerns – schon bei den Kelten, Römern, Alemannen und Bajuwaren ein beliebter Knotenpunkt.

Auf einem imposanten Jurafelsen über Kipfenberg trohnt ganz malerisch die gleichnamige Burg. Besucher müssen sich leider mit dem Anblick genügen, die Burgtore bleiben ihnen nämlich verschlossen. Dafür hat für sie das Römer und Bajuwaren Museum geöffnet, das in den ehemaligen Burgstallungen untergebracht ist. Als Einkehrmöglichkeit bietet sich dort das Museumscafé an.

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Nächster Stopp

Nächster Stopp

Das nächste Naturschauspiel erwartet uns an der Karstquelle „Grüner Topf“. Danach geht es durch Grösdorf und Engelgrösdorf zum Altmühl-Panoramaweg, der uns nach Arnsberg, unseren Startpunkt, zurückführt.

Karstquelle „Grüner Topf“

Karstquelle Grüner Topf

Am Fuß eines Felsens, östlich des Ortsrandes von Grösdorf, sprudelt eine Karstquelle aus dem Hang. Die Quelle treibt mit einer Schüttung von 140 Litern pro Sekunde ein Mühlrad an. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es am Grüntopf noch eine Wassermühle zur Herstellung von Holzwolle und Holzschachteln. 1928 wurde sie jedoch stillgelegt.

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Noch mehr Höhlen gefällig?

Noch mehr Höhlen gefällig?

Die Landschaften des Altmühltals strotzen nur so von Felsformationen und tiefen Höhlen, die vor Jahrmillionen durch die Kraft des Wassers in das Juragestein geschürft wurden. Einige der Höhlen sind frei zugänglich, andere können nur mit Führungen besichtigt werden. Besonders gut eignen sich Höhlenwanderungen für heiße Sommertage – auch wenn man draußen schwitzt, darf man die niedrigen Temperaturen in den Höhlen nicht unterschätzen und sollte immer eine Jacke einpacken.

Kastlhänghöhle

Kastlhänghöhle

Eine sehr beeindruckende, frei zugängliche Höhle ist die Kastlhänghöhle zwischen Riedenburg und Essing. Sie hat zwei große Eingänge und eine Fläche von mehr als 400 Quadratmetern. Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts stieß man hier auf die ersten vorgeschichtlichen Funde, darunter zahlreiche aus Knochen hergestellte Werkzeuge und Überreste von Tieren wie Rentier, Eisfuchs, Wildpferd und Mammut.

Betritt man die Höhle, ist sie im Inneren erstaunlich hoch und wirkt fast schon hallenartig. Dabei wird einem erst richtig bewusst, welche Kräfte hier wohl gewirkt haben müssen, damit eine solche Aushöhlung entstehen konnte.

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TIPP: Archäologiepark Altmühltal

TIPP: Archäologiepark Altmühltal

Die Kastlhänghöhle ist übrigens eine der 18 Stationen des kostenfrei zugänglichen Archäologieparks Altmühltal. Hier reist man zurück in die Zeit unserer Vorfahren und kann neben vielen Ausgrabungen und vorgeschichtlichen Rekonstruktionen auch noch die Klausenhöhlen entdecken. Sie dienten altsteinzeitlichen Jägern und Sammlern als Schutz und Wohnraum.

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Tropfsteinhöhle Schulerloch

Tropfsteinhöhle Schulerloch

Nur wenige Kilometer außerhalb von Kelheim, in Richtung Essing, ragen an den nördlichen Talhängen zwei Türme in die Höhe. Der größere von beiden ist der Eingang zu einer absolut sehenswerten und faszinierenden Höhlenwelt: dem Schulerloch.

Schreiten wir durch die felsigen Tore der Höhle ins Erdinnere, erwarten uns gut begehbare und elektrisch ausgeleuchtete Kammern sowie ein Meer aus Stalagmiten und Stalagtiten. Bewohnt wurde die 420 Meter große Tropfsteinhöhle von Neandertalern und vielen eiszeitlichen Tieren. Ein Highlight der Höhle ist ein großes frei stehendes Wasserbecken, ein sogenannter Becherstalagmit. Das Schulerloch ist bis jetzt die einzige Schauhöhle der Welt, in der ein solches Gebilde entdeckt werden konnte.

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Tägliche Führungen

Tägliche Führungen

Um diese atemberaubende Höhle zu besichtigen, muss man sich einer der halbstündigen Führungen anschließen, die täglich angeboten werden – auf eigene Faust darf man sie nicht einfach betreten.

Ansonsten finden im Schulerloch in den Sommermonaten regelmäßig Konzerte, keltische Vorführungen und Meditationsstunden statt. Das besondere Ambiente macht solche Veranstaltungen zu einem Genuss für alle Sinne.

Pulverhöhle bei Breitenfurt

Pulverhöhle bei Breitenfurt

Gegenüber der Ortschaft, am Westhang des Gampel-Berges, findet man die geheimnisvolle Pulverhöhle. Ihr Name stammt daher, dass dort früher Sprengpulver gelagert wurde.

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Überbleibsel aus dem Mittelalter

Überbleibsel aus dem Mittelalter

Im 20. Jahrhundert wurde die Pulverhöhle eingehend archäologisch untersucht. Entdeckt wurden dabei Tonscherben von der Bronzezeit bis ins Mittelalter. Insgesamt konnten 10.000 Knochen und Steinwerkzeuge geborgen werden, die teilweise schon bis zu 60.000 Jahre auf dem Buckel haben.

Betreten kann man die Höhle über eine Art Eingangsgrotte, von der wiederum ein Gang nach rechts abzweigt. Der etwas über zehn Meter lange geschwungene Gang endet in einem 3,5 Meter hohen Dom mit absolutem Wow-Effekt.

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