Der Blick für das Besondere

Panoramatour im Berchtesgadener Land

Panoramatour im Berchtesgadener Land

Die idyllische Heimat des Watzmann lädt uns ein zu spannenden Entdeckungsreisen: auf Gipfel, über Almen und hinein in malerische Täler. Was uns dabei immer begleitet ist der traumhafte Ausblick auf das Bergpanorama und den strahlend blauen Königssee, der vom kräftigen Grün der Wälder eingerahmt wird. Zu Fuß lässt sich das Berchtesgadener Land wunderbar erkunden: Ein gigantisches Netz an bestens ausgeschilderten Wanderwegen unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade steht uns hier zur freien Verfügung. Eine davon ist eine mittelschwere Tour auf den Schneibstein, die man in 1,5 Tagen angenehm wandern kann. Die Nacht verbringt man in der heimeligen Hütte auf der Gotzenalm, in der über 100 Schlafplätze zur Verfügung stehen. In der Hochsaison und am Wochenende sollte man aber unbedingt reservieren!

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Tag 1: Auf die Gotzenalm

Tag 1: Auf die Gotzenalm

Startpunkt dieser abwechslungsreichen Tour ist am ersten Tag der Wanderparkplatz Hinterbrand in der Gemeinde Schönau am Königssee. Bereits ab hier macht es uns die Beschilderung ganz leicht: Wir müssen immer nur brav den Schildern „Gotzenalm” folgen. Zu Beginn geht es einen sanft ansteigenden Forstweg hinauf. Wir passieren eine Kreuzung und schlendern vorbei an einem Gebäude, bis wir schließlich an der Mittelstation der Jenner-Bergbahn vorbeikommen. Kurz darauf geht es rechts weiter auf dem Forstweg. Wir halten uns an die Beschilderung zur Königsbachalm und zur Gotzenalm. An dieser Stelle kann man zwischen einem blauen und rot markierten Pfad wählen. Wir entscheiden uns für den längeren, dafür aber weniger steilen blauen Weg, bei dem man das Panorama so richtig genießen kann.

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Königsbachalm

Die Königsbachalm

Nach ein paar Höhenmetern Abstieg erreichen wir die Königsbachalm, auf der ab dem Frühsommer friedlich die Kühe weiden. Von hier aus wird es etwas steiler, bis wir im Abendlicht endlich die Gotzenalm erblicken. Die letzten Sonnenstrahlen genießen wir jetzt im Gastgarten der gemütlichen Berggaststätte, in der wir später nächtigen werden. Ein bisschen fühlt man sich dann schon wie im Paradies, wenn man den wohlverdienten Schmaus genießt und mit einem erfrischenden Getränk auf den Tag anstößt, während man den Blick über die grünen Weiten der Alm schweifen lässt. Wer sich bei der Übernachtung für das Matratzenlager entschieden hat – freiwillig oder unfreiwillig – sollte natürlich die Ohrenstöpsel nicht vergessen.

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Lohnender Abstecher

Lohnender Abstecher

Wir sind zwar schon an unserem heutigen Tagesziel angekommen – trotzdem lohnt es sich von der Gotzenalm aus noch einen kleinen aber sehr feinen Abstecher zum Aussichtspunkt Feuerpalven zu machen.

Großartiger Blick

Grossartiger Blick

Der Tiefblick zum Königssee und zur Wallfahrtskirche Sankt Bartholomä ist dort einfach großartig. Wenn man so auf den Königssee hinunterblickt, wirken selbst Schiffe und die Häuser entlang des Ufers wie kleine Spielzeuge. Für diesen besonderen Ausblick lohnt sich der viertelstündige Fußmarsch auf alle Fälle!

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Gut geplant

Gut geplant

Wir empfehlen übrigens um spätestens zwei Uhr nachmittags zur Tour aufzubrechen. Für den Aufstieg müssen wir etwa vier Stunden einplanen, die Almhütte tischt das Abendessen aber nur bis 19:30 Uhr auf. Startet man am frühen Nachmittag hat man genug Zeit, um genüsslich zu wandern und im Anschluss noch genüsslich zu schlemmen.

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Auf den Punkt gebracht: Tag 1

Auf den Punkt gebracht: Tag 1

Höhenmeter: 800
Gehzeit: 4 Stunden Kondition: langer aber leichter Aufstieg, keine hohen Anforderungen
Wegpunkte: Parkplatz Hinterbrand (1150 m) – Mittelstation Jenner-Bahn (1200 m) – Königsbachalm (1190 m) – Gotzenalm (1685 m)

Tag 2: Hinauf zum Schneibstein-Gipfel

Tag 2: Hinauf zum Schneibstein-Gipfel

Am zweiten Tag geht es richtig zur Sache, wir besteigen nämlich nicht nur den Schneibstein, sondern haben auch noch den gesamten Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt vor uns.

Nach der hoffentlich erholsamen Übernachtung auf der Gotzenalm geht es am nächsten Morgen weiter auf mittelschwere Steige, die uns einiges an Kondition abverlangen. Wie schon am Tag zuvor werden wir aber die ganze Zeit mit traumhaften Aussichten belohnt.

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jetzt gehen wir steil

Jetzt gehen wir steil

Wir packen unsere sieben Sachen und wandern los in Richtung Süden. Dabei folgen wir den Schildern in Richtung Regen- und Wasseralm und bewegen uns immer bergauf. Sobald wir auf eine Abzweigung treffen halten wir uns links Richtung Hochgschirr. Der Pfad leitet uns zunächst durch ein wildromantisches Waldstück, dann wird es langsam immer steiler und steiniger.

Mit der Ankunft am Scheitelpunkt Hochgschirr erwartet uns eine gigantische Aussicht nach Norden. Von hier aus haben wir auch einen guten Blick auf unser gar nicht mehr so weit entferntes Ziel: den Gipfel des Schneibsteins.

Wer’s lieber gemütlich mag

Wer's lieber gemütlich mag

Von der Jenner-Talstation aus kann man sich auch einfach mit der Jennerbahn zur Bergstation auf 1802 Meter kutschieren lassen. Die restlichen, etwa 600 Höhenmeter, müssen dann aber trotzdem noch überwunden werden. Die Wanderung lässt sich so aber zum einen verkürzen und zum anderen vereinfachen.

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Einsames Juwel

Einsames Juwel

Statt nach oben geht es jetzt aber erst noch ein Stück hinab zum kleinen Seeleinsee. Der winzige Gebirgssee ist wunderbar klar und ruhig und versteckt sich hinter einem Hang. Dieses einsame Juwel bietet sich ideal für eine Rast an. Früher diente das Gebiet um den See als Weidealm. Nordöstlich des Seeleinsees kann man noch die Mauerreste der verfallenen Alm erkennen. Hartgesottene Wanderer können in den Sommermonaten auch noch einen Sprung in das kühle Nass des Sees wagen. Erfrischung garantiert!

Steiler Weg aufwärts

Steiler Weg aufwärts

Jetzt aber weiter, denn wir haben noch einiges vor uns. Der Steig geht jetzt wieder aufwärts, stellenweise recht steil. Vor uns liegen karge Steinwüsten, abschnittsweise aber auch weite Graswiesen. Langsam aber sicher nähern wir uns auf dem schlängelnden Steig dem Gipfel. Der Gipfel des Schneibsteins ist ein beeindruckendes Hochplateau mit zwei kleinen Kreuzen. Unsere Panoramawanderung findet hier ihren Höhepunkt: Vor uns liegen Jenner, Hohes Brett und der Watzmann in ihrer vollen Pracht. Auch ein paar Gämse lassen sich von hier oben häufi g beobachten. Stolz können wir von hier auch auf den zurückgelegten Weg blicken.

Und wieder hinab

Und wieder hinab

Haben wir das Panorama ausreichend bestaunt und uns ein wenig ausgeruht, machen wir uns für den Abstieg bereit. Wir folgen den Schildern nördlich in Richtung Stahlhaus und wandern auf einem steinigen und abenteuerlichen Pfad bergab. Am Stahlhaus angekommen hat man nochmal die Möglichkeit ein kaltes Getränk zu genießen, dann machen wir uns zur Mitterkaseralm auf.

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Zurück zum Startpunkt

Zurück zum Startpunkt

Jetzt lassen wir auch die Mitterkaseralm hinter uns und bewegen uns auf einem breiten Forstweg immer nach unten. Wir erreichen die Seilbahn und können uns auch hier wieder für einen steilen oder einen gemütlicheren Weg entscheiden. Letzterer leitet uns zur Mittelstation. Die Wegweiser führen uns schließlich zurück zu unserem Startpunkt: dem Parkplatz Hinterbrand.

Tag 2 zusammengefasst

Tag 2 zusammengefasst

Höhenmeter: 900
Gehzeit: 8 Stunden
Kondition: viel Ausdauer gefragt
Wegpunkte: Gotzenalm (1685 m) – Hochgschirr (2000 m) – Schneibstein (2276 m) – Stahlhaus (1733 m) – Mitterkaseralm (1534 m) – Parkplatz Hinterbrand (1150 m)

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Faszination Urdonautal: Etappe 1 & 2

Faszination Urdonautal: Etappe 1 & 2

Der Herbst ist die ideale Jahreszeit für ausgedehnte Wanderungen. Die Temperaturen sind den ganzen Tag lang angenehm und auf den Wanderwegen geht es deutlich weniger zu als in der Hochsaison.

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