Herbstliches
Freiluftkochen

Mit Leckerbissen aus Wald und Wiese

Herbstzeit ist Erntezeit! Endlich kommen wieder einige unserer liebsten Gemüse- und Obstsorten auf den Teller. Die große Vielfalt an Geschmacksrichtungen und Farben inspiriert uns dazu, in der Küche kreativ zu werden und neue Rezepte auszuprobieren. Aber auch bei einem herbstlichen Camping-Trip lohnt es sich, den Campinggrill oder -kocher anzufeuern und das reife Gemüse in schmackhafte Gerichte zu verwandeln. Das Beste daran: Um an die Hauptzutaten zu gelangen müssen wir nicht einmal in den Supermarkt. Den Kürbis holen wir uns frisch vom Feld – oder wir machen einen Spaziergang im Wald und machen uns auf die Suche nach Steinpilzen oder Pfifferlingen, die wir dank ihrer kräftigen gelben Farbe besonders gut auf dem dunklen Waldboden erkennen können.

Der Kürbis erfreut sich bei uns im Herbst – und nicht nur an Halloween – größter Beliebtheit. Wir schätzen sein nussiges Aroma, sein saftiges Fleisch und können uns bei der Auswahl an verschiedensten bunten Farben, Formen und Musterungen oft gar nicht entscheiden. Wir verwandeln sein köstliches Fleisch in wärmende Suppen oder geben es in Eintöpfe oder Aufläufe. Beim Camping kann man es sich aber auch ein bisschen einfacher machen: Wir holen uns einen frischen Hokkaido vom Feld, würfeln ihn und beträufeln ihn mit Olivenöl. Anschließend würzen wir die Würfel mit Meersalz, Pfeffer, Rosmarin und ein paar Chiliflocken. Das Ganze muss jetzt nur noch gebraten oder gebacken werden – dann kann man den vollen Geschmack des orangeroten Speisekürbisses genießen.

Aber auch aus den Pilzen, die wir im Dickicht des Waldes ausfindig machen konnten, lassen sich köstliche Mahlzeiten zaubern. Dabei ist das Sammeln der kleinen Schätze bereits in sich ein Erlebnis. Die Suche beginnt man optimalerweise nach einem regnerischen Tag, wenn der Waldboden noch schön feucht ist. Mit festem Schuhwerk, einem Weidekorb und einem Taschenmesser macht man sich dann auf den Weg – und immer schweift dabei der Blick über den moosbedeckten Boden. Dort wo man ein Schwammerl entdeckt, sind meist weitere in der Nähe. Wenn wir dann abends mit einem prallgefüllten Korb zuhause oder am Zelt ankommen, runden wir den Tag im Freien mit einem schmackhaften Gericht mit eigenst gesammelten Zutaten ab – näher kann man der Natur eigentlich nicht kommen.