Grenzüberschreitend Biken

Abwechlungsreiche Touren im Bayerischen Wald und Böhmerwald

Abwechlungsreiche Touren im Bayerischen Wald und Böhmerwald

Mal ehrlich – es muss nicht gleich eine Alpenüberquerung sein, um beim Biken richtig gefordert zu werden und wilde Naturlandschaften mit atemberaubenden Ausblicken zu genießen. Auch der Bayerische Wald und der östlich angrenzende Böhmerwald entführen Biker auf einzigartiges Terrain, das nicht umsonst das grüne Dach Europas genannt wird. Flowige Trails durch schattige Fichtenwälder, schmale Pfade an Bachufern entlang, knackige Anstiege auf über tausend Meter Höhe und rasante Abfahrten – die unberührte Natur des etwa 100 Kilometer langen Mittelgebirges bietet unzählige ausgeschilderte Touren auf meist gut befahrbaren Waldwegen und Singletrails in allen Schwierigkeitsstufen.

Von der sanften Herbstsonne erleuchtet, zeigt sich der Bayerwald in der dritten Jahreszeit noch einmal von einer ganz besonderen Seite. Dann präsentieren sich die Laubwälder in ihren bunten Gewändern und die Licht- und Schattenspiele verleihen ihnen einen geradezu mystischen Charakter. Eine ganz besondere Atmosphäre kann man übrigens in den Morgenstunden erleben, wenn die Natur gerade erst erwacht und der Tau zarte Kunstwerke auf Pflanzen und Spinnennetze zaubert. Hat man mit seinem Bike frühmorgens bereits eine Anhöhe erreicht, wird man mit außergewöhnlichen Lichtverhältnissen und Farbenspielen am Himmel belohnt, die in Verbindung mit dem tiefen Nebel ein fast unwirkliches Panorama erschaffen. Im Herbst versprüht aber auch die Dämmerung, mit ihren glühenden Sonnenuntergängen, einen ganz besonderen Flair.

Genussradeln oder richtig auspowern?

Genussradeln oder richtig auspowern?

Diese herbstlichen Naturschauspiele lassen sich im Bayerischen Wald und im Böhmerwald auf verschiedensten Wegen erleben. Sei es beim mehrtägigen Genussradeln, bei einer fordernden Mountainbike-Tour oder einer auspowernden Fahrt im Bikepark. Auf den nächsten Seiten haben wir deshalb drei grenzüberschreitende Abenteuer zusammengestellt – für jeden Geschmack und jeden Fahrstil.

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Schwarzachtal-Radweg

Schwarzachtal-Radweg

Für alle, die lieber gemütlich radeln statt durchgehend an ihre Grenzen zu stoßen, bietet sich diese idyllische Radtour an. Die etwa 130 Fahrkilometer lassen sich gut auf zwei Tage aufteilen und führen uns durch das reizvolle deutsch-tschechische Grenzgebiet. Wir starten in Schwarzenfeld im Landkreis Schwandorf und folgen der Schwarzach, die hier in die Naab mündet, flussaufwärts. Der Weg verläuft vorbei an Schwarzach bei Nabburg bis nach Neunburg vorm Wald. Auf der ehemaligen Bahntrasse, immer entlang der Schwarzach, gelangen wir in das urgewaltige Murnthal, das uns mit seinen hohen bewaldeten Granithängen beeindruckt. Wenig später erreichen wir den Eixendorfer See, eine Talsperre, die dem Hochwasserschutz und der Stromerzeugung dient.

Geh an deine Grenzen!

Geh an deine Grenzen!

Anschließend führt uns die Schwarzach weiter nach Rötz, das nurmehr 14 Kilometer von der deutsch-tschechischen Grenze entfernt ist. Weiter geht’s im Süden der Stadt über Steegen nach Schönthal.

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Welche Richtung schlagen wir ein?

Welche Richtung schlagen wir ein?

Das nächste Ziel ist das Dorf Kritzenast, wo sich die Schwarzach in die Bayerische und die Böhmische Schwarzach teilt. Passend dazu teilt sich auch der Schwarzachtal-Radweg in eine Wegschleife auf, die auf der Oberpfälzischen und Böhmischen Seite verläuft und in beide Richtungen befahrbar ist.

Über Hügel und Wälder

Über Hügel und Wälder

Wir entscheiden uns für die Fahrt Richtung Waldmünchen, vorbei am Perlsee, hin zum Grenzübergang Höll. Auf tschechischer Seite fahren wir weiter auf einer Hochebene zum Ursprung der tschechischen Schwarzach. Die hügelige und waldige Strecke führt uns dann zurück über die Grenze, hinauf zur Quelle der Bayerischen Schwarzach. Unser Ziel ist wieder der Ort Kritzenast, den wir nun aus nördlicher Richtung kommend erreichen. Von hier aus kann man entweder zurück nach Schwarzenfeld radeln oder mit den Öffentlichen die Heimreise antreten.

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Geh an deine Grenzen!

Mountainbiken auf dem Grossen Osser!

Der Osser ist nicht nur ein Grenzberg, er bringt auch geübte Mountainbiker durchaus an ihre Grenzen. Die schroffe, steinige Landschaft stellt dem Biker viele Hindernisse in den Weg und der Grenzkamm mit seiner höchsten Erhebung, dem Großen Osser, scheint unüberwindbar zu sein.

Höhenmeter sammeln

Höhenmeter sammeln

Wer sich dieser Herausforderung stellen und jede ­Menge Höhenmeter sammeln möchte, radelt am Wanderparkplatz in Neurittsteig los und startet mit dem Anstieg zum Großen Osser auf Forstwegen und dem Grenztrail. Auf dem letzten Stück bis zum Gipfelkreuz muss das Bike leider getragen werden, die fabelhafte Aussicht lässt uns die Anstrengung aber schnell vergessen.

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Nächster Halt: Tschechien

Nächster Halt: Tschechien

Noch ein paar weitere hundert Meter muss das Bike getragen werden, dann wird der Trail wieder auf dem Sattel unsicher gemacht. Das Naturschutzgebiet Böhmerwald hat landschaftlich einiges zu bieten. Ein ganz besonderes Juwel ist der Schwarze See, der größte Gletschersee Tschechiens, den wir als nächstes ansteuern. Danach geht es knackig mit dem nächsten Anstieg weiter. Der Špicák fordert uns nochmal richtig heraus und kostet uns viel Kraft. Hier müssen wahrscheinlich die ­meisten schieben. Auf dem Gipfel angekommen erwartet uns dafür eine tolle Aussicht. Ab hier beginnt der Downhill-Spaß über die Skipiste. Weiter unten angekommen geht’s zum Teufelssee in der Nähe von Markt Eisenstein. Den wohlverdienten Mittagsstopp können wir auf dem Gipfel des Pancír einlegen. Anschließend folgt ein schöner Abschnitt entlang des Bergkamms. Runter geht’s dann zur Ortschaft Zelená Lhota und auf abenteuerlichen Trails zurück zu unserem Ausgangspunkt in Neurittsteig.

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Grenzenlose Trail-Action im Bikepark

Grenzenlose Trail-Action im Bikepark

Wer an einem schönen Herbstwochenende lieber an seinen Bike-Skills feilt oder sich einfach mal so richtig auspowern möchte, sollte den Bikeparks Geißkopf und Špicák einen Besuch abstatten. Ersterer befindet sich im Bayerischen Wald, Letzterer im Böhmerwald.

Abwechslungsreicher Bikepark

Abwechslungsreicher Bikepark

Der abwechslungsreiche Bikepark am Geißkopf in Bischofsmais ist mit seinen perfekt durchdachten Features und Streckenführungen ein echter Spaßgarant. Nicht nur kleine Felsen und Wurzeln, sondern auch ausgeklügelte Kontruktionen wie Drops, Wellen, Gaps, Wallrides und Stufen machen Lust auf allerlei Spielereien mit dem Bike. Bei der großen Trail-Auswahl ist für jeden Fahrstil und jedes Erfahrungslevel die passende Strecke dabei. Zu den neuesten Strecken zählt der Flow Country Trail, der sich dank seiner vielen Wellen und Kurven wie eine Achterbahnfahrt anfühlt. Ebenfalls neu mit dabei ist der Uphill Flow Trail. Speziell für E-Bikes entworfen, schlängelt sich die Strecke bis zur Bergstation des Geißkopfs hinauf.

Ausgiebig Freeriden

Ausgiebig Freeriden

Mit dem Motor als Boost geht es bergauf, ohne dass sich der Biker abmühen muss. So kann er den flowigen Charakter dieses einzigartigen Trails voll und ganz genießen. Auch im Herbst steht dem ausgiebigen Freeriden nichts im Wege – viele Strecken sind durch ihre glatte und harte Oberfläche auch bei schlechter Witterung befahrbar.

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Im tschechischen Böhmerwald

Im tschechischen Böhmerwald

50 Kilometer davon entfernt, im tschechischen Böhmerwald, befindet sich bei Markt Eisenstein der nicht weniger spannende Bikepark Špicák, den wir uns am darauffolgenden Tag vornehmen. Auch hier gibt’s Flow ohne Ende und facettenreiche Trails, die uns mitten durch den Wald führen.

Man merkt schnell:

Man merkt schnell:

Sicherheit ist hier höchste Priorität. Die Strecken bieten ausreichend Drops, Sprünge, Kicker oder Table-Jumps, ohne die Besucher unnötig zu überfordern. Wer es trotzdem technisch anspruchsvoll will, sollte sich auf die Strecke Black Friday wagen. Mit 2,3 Kilometern ist sie wesentlich länger als alle anderen Trails und lockt mit einem Gap-Jumper über den Bach, der es in sich hat. Aber keine Sorge: Anfänger können solche Stunts ganz einfach umfahren.

Erst durchchecken,<br> dann durchstarten

Erst durchchecken,
dann durchstarten

Nach den ersten sonnigen Tagen kribbelt es wieder in den Beinen. Die warmen Temperaturen machen Lust darauf, fleißig in die Pedale zu treten und Ausflüge in die Natur zu unternehmen.

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