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So gelingt das Campen bei Kälte

So gelingt das Campen bei Kälte

Spaß und Abenteuer sowie Erholung und Entschleunigung sind beim Wintercamping garantiert. Wer das erste Mal mit seinem Wohnmobil auf einem verschneiten Campingplatz stehen will, sollte sich jedoch gut auf dieses Outdoor-Abenteuer vorbereiten. Wir haben 13 nützliche Tipps, damit der (erste) Urlaub im Schnee perfekt wird.

Bild Lagerfeuer

Standort

Standort

Will man verschiedene Outdoor-Abenteuer im Winterwunderland erleben, sollte man schon frühzeitig bei einem schön gelegenen Wintercampingplatz reservieren, damit man noch einen Standplatz bekommt. Vor allem in den Bergen sind die Stellplätze im Winter rar. Wichtig ist es bei der Wahl des Campingplatzes darauf zu achten, dass es beheizte Sanitäranlagen gibt. Von Vorteil sind zudem Trockenräume für die Skiausrüstung und Aufenthaltsräume sowie eine Gemeinschaftsküche.

Fahrzeug

Um perfekt für den Wintercampingurlaub gewappnet zu sein, sollte man vorab sowohl das Zugfahrzeug als auch das Wohnmobil – bzw. den Caravan – winterfest machen. Ratsam sind Winterreifen mit einer Profil­tiefe von 5 Millimetern. Wer Schneeketten mitnimmt, ist bei starkem Schneefall und Glätte auf der sicheren Seite. Im Voraus sollte man auch die Ausstattung und Isolierung des Wohnmobils überprüfen, damit es im Inneren auch immer schön warm ist. Vorsichtshalber packen Camper Isolier- oder Thermomatten ein, die sie dann auf dem Fußboden verteilen. Thermofolien können an Fenstern und Türen gegen Kältebrücken angebracht werden. Damit kann die Kälte nicht ins Wageninnere kriechen. Beim Caravan dient ein Thermovorhang zwischen Wohn- und Fahrerbereich als Kältepuffer.

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Stellplatz

Stellplatz

Den Stellplatz sollte man regelmäßig räumen. Das ist vor allem für das Abfahren wichtig. Dafür verwendet man einen Klappspaten. Wer Platz hat, sollte sich einige größere Holzbretter mitnehmen und diese unter die Hubstützen legen. So sinkt das Fahrzeug nicht ein, falls es taut. Ist das Gefährt einmal fixiert, löst der Camper die Handbremse, damit sie nicht einfriert. Mit im Gepäck haben sollte man ein Enteiserspray, falls beispielsweise der Handbremshebel einfriert.

Vorzelt

Vorzelt

Wer im Winter mit dem Camper unterwegs ist, sollte ein Vorzelt mitnehmen und aufbauen. Es dient einerseits zum Lagern von (nassen und dreckigen Schnee-)Schuhen sowie Sportgeräten, kann andererseits auch zum Trocknen von nasser Kleidung verwendet werden. Außerdem schützt es vor Schneeverwehungen. Fußabtreter vor der Wohnwagentür verhindern, dass man den nassen Schnee mit ins Innere trägt.

Belüftung

Es gilt darauf zu achten, dass die Be- und Entlüftungsöffnungen am Fahrzeug immer frei sind. Sind sie verschneit, befreit man sie umgehend vom Schnee. Wer die Dachluke einen Schlitz offen lässt, sorgt für eine gute Luftzirkulation im Wageninneren.

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Strom

Strom

Im Winter kann schon mal der Strom ausfallen, da die Kälte die Bord­batterie schwächt und der Stromverbrauch im Winter höher ist als im Sommer. Dann sollte man ein externes Stromgerät dabeihaben. Ratsam ist es, beim Wintercampen Landstrom zu verwenden. Werden am Campingplatz Stromkabel verlegt, ist darauf zu achten, dass sie nicht beschädigt werden können ­(beispielsweise von einem Schneepflug, der die Wege räumt). Hierfür eignen sich frostsichere Gummikabel.

Gas

Gas

Wichtig für das Wintercampen ist die Bestückung der Gasanlage. Hier ­eignet sich ein Gemisch aus Propan und Butan, da dieses auch bei Minusgraden verwendet werden kann, da es gasförmig bleibt. Empfohlen wird ein System aus zwei Flaschen mit Umschaltautomatik. Damit sollte der Vorrat nicht überraschend zur Neige gehen – denn im Winter braucht man mehr Gas als im Sommer. Darum sollte immer ausreichend Gas vorhanden sein.

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Wasser

Wasser

Wenn es möglich ist, sollte man alle Wasservorräte im Wageninneren lagern. Dann friert auch nichts ein. Schwieriger gestaltet sich das oft mit den Abwassertanks, da diese oft nicht isoliert oder beheizt sind. Ist das der Fall, sollte der Camper den Ablasshahn öffnen und das Wasser in einen Eimer fließen lassen. Im Notfall kann man daraus auch Eisklumpen entfernen. Wer eine Frischwassertoilette mit eigenem Tank hat, sollte Frostschutzmittel verwenden. Dann friert das Spülwasser nicht ein. Um Frostschäden in der Wasseranlage zu vermeiden, sollte man vorab beheizte Wassertanks installieren. Heizbänder helfen im Notfall dabei, eingefrorene Wasserleitungen wieder aufzutauen.

Klamotten

Fürs Wintercamping sollte man gleich mehr Klamotten, als man üblicherweise brauchen würde, einpacken. Denn sind die ­Klamotten einmal durchnässt und klamm, sollte man sie sofort wechseln, damit man nicht krank wird. Wichtig sind dicke Pullis, Jacken, Handschuhe, Schals, Socken, Mützen, festes und wasserdichtes Schuhwerk sowie Thermounterwäsche.

Equipment

Eine Leiter, ein Schneeschieber und eine Schneeschaufel sollten unbedingt mit im Gepäck sein, damit man das Wohnmobil bzw. den Caravan vor der Abreise von einer möglichen Schneedecke und Eisplatten befreien kann. Zudem sollte man bei schweren Schneefällen das Dach auch schon während des Aufenthalts regelmäßig abräumen. Nützlich ist auch ein Besen, damit man frisch gefallenen oder angewehten Schnee schnell wegkehren kann. Zum Grundequipment gehört ein Eiskratzer mit Teleskopstange, damit alle Fenster von Eis und Schnee befreit werden können. Außerdem sollte man einen Hammer mitnehmen, um zum Beispiel die Heringe des Vorzelts in den (gefrorenen) Boden zu hauen. Mit einer Zange kann man diese bei der Abreise wieder entfernen.

Bild Lagerfeuer

Zusatzausrüstung

Zusatzausrüstung

Für besonders kalte Tage dürfen warme Bettdecken nicht fehlen. Weitere Decken aus Merinowolle oder Fleece sorgen für kuschelige Wärme. Auch Sitzkissen, Thermo- und Wärmflaschen, Schaffelle und Handwärmer sollten mit an Bord sein. Heizmatten wärmen schnell wieder auf, wenn man richtig ausgefroren ist. Fahren Hunde mit, kann man die Heizmatte auch unter deren Decke oder Körbchen legen, damit sie nicht frieren. Für den Notfall sollte man einen Fön als Enteiser im Gepäck haben. Nützlich ist zudem eine Stirnlampe, falls der Strom einmal ausfällt. Auch Kerzen spenden Licht und Wärme im Wohnwagen.

Lebensmittel

Wintercamper sollten genügend Lebensmittel einpacken. Dazu gehören vor allem Tees und Suppen, damit man sich bei extremer Kälte von innen wärmen kann. Mit im Gepäck haben sollte man einen Gasgrill. Damit kann man schnell anheizen und sich im Handumdrehen beim Wintergrillen köstliche Speisen ­zubereiten. Ist es am Campingplatz erlaubt, kann man sich Holz für ein Lagerfeuer mitnehmen. Dieses sorgt nicht nur für romantische Stimmung und wohlige Wärme, sondern bietet auch die Möglichkeit zum Zubereiten von Marshmallows und Stockbrot.

Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht

Wer in den Bergen campt, sollte – vor allem für die täglichen ­Aktivitäten – immer den Lawinenlagebericht im Blick haben. Wer diesen jeden Morgen checkt, bevor er ins winterliche ­Vergnügen startet, ist normalerweise auf der sicheren Seite.

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